Erster

Irgendwie fühlt es sich für mich komisch an: So habe ich eine FB-Seite, die ich versuche immer wieder mit „Leben“ zu füllen und doch schreibe ich hier als „erstes“ etwas zum Jahresauftakt, als auf dem anderen Kanal.
Dabei betreibe ich die andere Seite wesentlich aktiver als hier diesen Blog. Ich verstehe  gar nicht so recht warum, denn das Blog-Schreiben empfinde ich als privater – noch mehr ICH, als das schnell-lebige FB.  Ständig – ohne das ich es wirklich möchte/ will – schau ich nach, wie die Reaktionen auf meine Gedanken, Fotos usw. sind – beobachte die Leserzahl und erwische mich, wie ich hoffe, dass es „mehr“ sein könnten. Was sollte mir das aber bringen? Mehr Anerkennung, Beachtung … ? Brauche ich das? Die Antwort ist logisch für mich und lautet: NEIN! Und doch ist es da – das Streben danach.

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In einer mir sehr wichtigen Gruppe bin ich deshalb nach ewigem Hin und Her auch rausgegangen. Keine große Sache im Grunde, aber es hat mich tauschend Überwindungen gekostet, genau das fallen zu lassen. Und dabei wußte ich, dass es für mich der einzig richtige Schritt war. (Davon mal abgesehen, dass es nicht nur um die „Likes“ oder nicht-Likes ging, sondern vielmehr um echte Kommunikation.) Nun gut.

Im Zuge des neuen Jahres erkenne ich rückblickend welches Glück ich insgesamt habe. Glück mit meinem lieben Mann, der mich immer wieder zum Lachen bringen kann auch wenn ihm momentan so gar nicht danach zumute ist – meine beiden Kinder, die gesund sind und ihr Ding machen; mein Gesundheitszustand, der – Gott-sei-Dank- stabil und gut ist; mein Job, der mir viel Spaß bereitet. Das sind die mir allerwichtigsten Dinge und auch wenn die Aufzählung doch recht knapp ausfällt, so ist es mein Universum. Ich bin dankbar, für genau diese Dinge … und das ist mir besonders zum Jahresende hin wieder ganz stark ins Bewußtsein gerückt. Dann, wenn man mitbekommt, dass es eben auch ganz anders sein kann.

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… kurz vor Weihnachten hat mich eine weitläufige Bekannte angesprochen, ob ich von einem Jungen aus dem Ort „das“ mitbekommen habe. Dieser besagte Junge sei im Krankenhaus und habe einen Tumor im Kopf…?!? Er ist ein Freund von meinem jüngeren Sohn – einer, der ab und zu bei uns am WE übernachtet, ein freundlicher Kerl – sechste Klasse – mal ist der Kontakt zu ihm etwas enger und dann mal wochenlang eben gar nicht…
Ich war total perplex, denn mein Sohn hatte nichts dergleichen erzählt (, weil sie im Moment nicht so aufeinander kleben). Es tat mir sehr leid und doch kann ich dem ganzen nicht richtig Glauben schenken, aber anrufen und nachfragen, trau ich mich auch nicht. Was ist wenn es stimmt – wie steht es um ihn und wie geht es ihm selber damit??? 1001 Grübeleien und Ängste und Trauer und Hoffnung und alles zusammen. Mein Sohn ist sehr feinfühlig – ich möchte ihm auch keine Angst machen.

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Meine Gedanken drehten sich zunächst um seine Eltern. Wie gehen sie damit um – wie würde es mir ergehen??? Und dann erst kamen die noch traurigeren Überlegungen, wie es dem Jungen damit geht…. Schrecklich! Selbst wenn sich herausstellt, dass es nur Gerede ist, so gibt es doch soviele Schicksale, wo genau so etwas tatsächlich exestiert. Und wir können NICHTS dagegen tun. Nichts!

Als Mutter/ Eltern möchte man so etwas niemals hören/ sehen wollen/ können – es wird einem das Herz brechen. Und doch muss und wird es irgendwie weitergehen, weil man es nicht ändern kann. Der Focus verändert sich und ich bin mir sicher, dass es deshalb auch ganz, ganz viel mit uns selber macht. Der Blickwinkel erweitert sich dahingehend, dass man das Wesentliche besser erkennen kann und ich glaube, dass es somit auch seinen Grund hat, warum die Dinge so geschehen….

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Für mich steht fest, dass ich die Tage Kontakt zu dieser Familie herstellen möchte. Dass sie wissen, dass es mich/ uns berührt und das wir ihnen Kraft und Hoffnung geben möchten oder einfach auch beim Gesundwerden für sie da sein möchten. Wir stehen in keinem engen Kontakt, wie sich vielleicht erkennen lässt, was es auch ein bisschen „schwammig“ macht.

… und während ich hier schreibe, stelle ich fest, dass ich all das über die Feiertage immer wieder verdrängt habe. So gesehen, betrifft es mich ja nicht direkt – und doch belastet es mich – das „Wissen“ darüber. Und es läst mich dankbar sein. Dankbar, dass ich solch ein Glück habe, dass es nicht meine eigene kleine Familie ist, die Weihnachten sich mit so lebensveränderten Umständen (h)aushalten muss.

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Ich wünsche uns allen ein friedliches und vor allem GESUNDES neues Jahr – mit vielen Momenten des Glücks und der Zufriedenheit.

Peggy

Fotos: eigene vom Jan/ Febr 2017

 

 

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Orch-ideen …

habe ich auf Bäumen wachsen sehen, als ich vor „zig“ Jahren in der Karibik war. Ein Urlaub mit All-inklusiv, Strandlage, Pool und Beachbar und und und …. und das beste: ohne Kinder. Ja, das klingt hart. Aber es gab auch ein liebenswertes Leben VOR meinen geliebten Kindern. Das bekenne ich ehrlich. Dabei geht es nicht darum, dass ich auf MEINE Söhne verzichten möchte. Nein! Aber die unbeschwerte, fast noch jugendliche Zeit war halt eben auch schön. Das erste verdiente bzw. mühsam zusammengesparte Lehrlingsgeld verwendet, um unbeschwert und frei zu „urlauben“. Was ist daran verkehrt? Nichts.

Burda 6

Nun sind andere Zeiten, was nicht heißt, dass ich denen nachtrauer oder auch mein jetziges Dasein nicht „meins“ wäre. Nein! Ich bin älter und „reifer“ geworden, andere Dinge haben berechtigten Vorrang und auch die Interessen haben sich verändert, die Ziele verändert bzw. korrigiert, verschiedene Erfahrungen gemacht und damit das „hier und jetzt“ gefunden. Und alles in allem ist es DAS L E B E N. … am liebsten auf der Sonnenseite – sowieso.


Das Kleid mit den Orchideen ist ein Mix aus 2 Burdaschnitten – oben: 7308, unten: 8174). Dabei habe ich auf Grund des anders empfohlenen Materiales gleich eine Nummer kleiner zugeschnitten, um dann doch noch bei den Abnähern (Brust) noch einen guten Zentimeter wegzunehmen.
(Und ich habe fein-säuberlich die Abnäher aufgebügelt… war mir wichtig)

Burda 2

Die Ausschnitte an Ärmeln und am Hals habe ich mit elastischem Paspelband eingefasst – mehr nicht/ kein Beleg o.ä.. Für meinen Geschmack ist es fast ein bisschen zu knapp; also das Paspelband hätte ruhig doch noch etwas mehr sein können. Ich nenne das „Ausschnitt-Ergebnis“ deshalb: grenzwertig, aber hübsch 😉

Burda 1

Untenrum habe ich das Rockteil des o.g. SM verwendet und dabei auch hier seitlich etwas an Weite und „Umfang“ weggenommen. Ich mag das sehr gerne so… und vorallem war es auch Probestoff-mäßig nicht anders möglich.
Zwischen beiden Teilen habe ich ein unifarbenes Jerseyband eingearbeitet. Dann ist es nicht ganz so durchgeblümt und gibt dem Kleid noch ein Stück mehr Struktur und eben auch hier: ein bisschen aus „der Not“ heraus entstanden.

Den Jersey-Stoff gibt es ab Freitag bei Stoff&Liebe. Auch in Weißägrundig und als 70er-cm-Panel.

Das zeige ich dann vielleicht ein anders mal. Vielleicht bei meinem U2-Joshua-Tree-Tour-2017 Rückblick … hachz, das war mehr als genial!!! Da könnte ich den Bogen mittels „Tree“ zu den Orchideen schaffen, oder?

Liebe Grüße,

Peggy, die immer noch sooo gern an Berlin denkt!

 

Schnitt: Mix aus Burda oben: 7308, unten: 8174 + Taillenband
Stoff: über Stoff&Liebe ab Freitag, 21.07.17

 

 

 

 

RUMS 5/ 2017 – Noch luftiger als…

… die letzten Kleidvarianten empfinde ich meine neueste Kreation: ein Mix aus MaEleny von Ki-ba-doo und meinem Rockschnittmuster.

Regenbogen 5Mir war dabei wichtig, ein Trägeroberteil zu haben, was für die wärmsten Tage im Jahr bestens geeignet ist – nicht zu tief ausgeschnitten ist (kein V-Ausschnitt) und dabei bin ich auf das o.g. SM gestiegen.

Regenbogen 6Eigentlich ist es ja ein Jumper. Aber an solche Teile kann ich mich nicht so recht gewöhnen – gerade aus dem Gedanken heraus: wenn man mal auf Toilette muss…

Regenbogen 1

Wie auch immer: jetzt habe ich ein Hüftbundkleid mit Trägern aus dem wunderbaren Jersey von Regenbogenbuntes – erstanden bei afs.Regenbogen 3Den Stoff „Lisa“ in petrol gibt es so nicht mehr, was ich jetzt doch sehr bereue, denn ich mag die Mischung aus türkisblauem Grund und dem dunkel abgesetzten Muster. So ist der Gedanke, für den Shop was zu nähen gescheitert – das Kleid bleibt bei mir. Punkt.

Regenbogen 4

Der Hüftbund ist übrigens aus petrol-farbenem Jersey – doppelt gelegt für mehr Halt. Bei dem Nächsten Trägerkleid-Versuch werde ich die „Einfassstreifen“ etwas straffer annähen, damit es noch etwas mehr anliegend wird – so die Hoffnung. Die Träger selber sollen dann nicht zum Binden sein, weil mich „das Gebammel“ manchmal „wuschig“ macht und eventuell werde ich den Rock etwas weitschwingender nähen. Na, mal sehen, denn für das Nähvorhaben brauche ich Z E I T.

Mit dem Beitrag bin ich mit Sicherheit die letzte in der RUMS-Link-Party, aber das hatte ich so ja auch noch nie.

Ich wünsch euch was,

Peggy

 

Schnitt: Mix aus „MaEleny“/ Ki-ba-doo + „Jessy“/ p.s.handmade
Stoffe: „Lisa“ von afs + „Pamuk-UniJersey“ von Stoff&Liebe

Shellita-Kleid (RUMS 04/2017)

Wenn sich drei Schnittmuster gut verstehen, dann kann das schon mal zu einer Symbiose führen, der ich verfallen könnte. So geschehen mit „Lupita“ von Milchmonster und „Shelly“ von Farbenmix + dem Rockteil von Burda 8174.

Wie kommts? Nun, eigentlich wollte ich mir Tops nähen. Dabei hätte ich wohl das BasicTankTop von Ki-ba-doo am liebsten hergenommen, aber das habe ich irgendwann verlegt. Zuminest war es nicht auffindbar. Gut, dann nähe ich mir eine „Lupita“, aber nicht in der üblichen Weite, sondern in Anlehnung an meinen LieblingsShirtSchnitt „Shelly“.

Fische 7

So habe ich beide Oberteile kombiniert, neu aufgezeichnet und losgeschnitten. Da ich bereits einige Tops in der Ausführung produziert habe, war das keine große Herausforderung (s. hier). Das muss auch nicht sein und doch wollte ich noch etwas anderes…
Fische 3
Beim Durchstöbern meiner Stoffvorräte fiel mein Blick auf den Interlock von Birch Fabrics. Ein ganz zauberhaftes Design, welches maritimer kaum sein kann, ohne auf den ersten Blick als solches zu wirken.
Winzige Fischchen („Stichlinge“?) schwirren in Schwärmen über das herrliche Blau des Jerseys. Dabei ist dieser etwas griffiger und nicht ganz so elastisch als der „übliche“ Baumwolljersey. Für meine Zwecke IDEAL.
Fische 4

Nachdem das Oberteil fertig war, hielt ich mir noch den restlichen Stoff als Rock dran. Ich hätte ja gern ein Maxikleid, aber dafür war dieser Stoff nicht bestimmt. Auch war mir klar, dass ich das Rockteil etwas weiter haben möchte (als mein „Jessy“-Schnitt). Zunächst gingen die Überlegungen hinsichtlich eines gerafften Rockteils.
Aber hierfür schien mir das Material nicht geeignet. Letztendlich erinnerte ich mich an den Burdaschnitt… und so wurde es dieses Rockteil.

Fische 5

Etwas mehr Weite – aber eben nicht zu viel – genau richtig, wie ich finde. Der weiße Taillenbund gibt dem ganzen Kleid noch etwas Struktur und einen Hauch von Eleganz, wie ich meine.
Fische 2

Tja und das ist nun mein absolutes Lieblingskleid… weil megabequem, luftig für die heißen Temperaturen, etwas „Meeres-Sehnsucht“ verkörpernd, wunderbare Farben und soooo unkompliziert…

Damit verlinke ich zu RUMS und bin gespannt, wie die Wellen bei den anderen so schlagen.

Ich wünsch euch was

Peggy

 

Stoffe: Birch Fabrics (z.B. über Eulenmeisterei)
Schnitt: Kombi aus Shelly/ Farbenmix + Lupita/ Milchmonster + Burda 8174

 

 

Ein Kleid/ Shirt nach meinem Geschmack… (RUMS 2/ 2017)

… oder doch nicht? Was denn nun: ja oder nein? Um ehrlich zu sein: das Kleid, was aus dem wunderbaren Lillestoff-Jersey „Re(tro)vival“ entstanden ist, passt so gesehen perfekt. Also, finde ich zumindest. Es betont genau die richtigen Stellen, ist feminin und ein bisschen verspielt und doch… nicht meins.

Retrorevivel 6
Ich bin kein „echter“ Kleidertyp – es gefällt mir sehr, aber ich fühle mich in solchen Dingen schnell „verkleidet“, so dass ein solches Kleid, bei mir lange, lange Zeit (für immer wohlmöglich) im Schrank hängen würde. … zumal ich wenig richtige Anlässe finden würde es tatsächlich tragen zu können. Und für den „Alltag“ erscheint es mir zu wertvoll.

Retrorevivel 7

Warum dann also so ein Kleid? Nun ich wollte es einfach ausprobieren. Die Mode der 50er Jahre gefällt mir unheimlich gut. Ich verliere mich in alten, amerikanischen Filmen mit viel Gesinge und Getanze und genieße den Anblick der wunderbar weiblichen Kleider dieser vergangenen Zeiten.

Retrorevivel 3

Der Stoff schreit in meinen Ohren auch nach genau solchen Outfits. Also habe ich mir meinen geliebten „Bronte“-Schnitt als Oberteil gebastelt, dann ein breites Tailenband (gedoppelt – wie ein Bündchen für mehr Halt) mit anschließendem Tellerrock. Das wars eigentlich auch schon.

Retrorevivel 1

Das Oberteil hat dabei immer noch so seine Tücken. Ich find´die Passform im Schulter-Armkugel-Bereich nicht 100%ig passend. Ich habe zwar schon „modifiziert“ und den Schnitt entsprechend abgeändert, aber so richtig zufrieden bin ich dennoch noch nicht. Da das Material aber schon weich ist, verschmerzt man diesen kleinen Makel – zumal er auch nicht sichtbar ist, sondern eher eine Passform-Geschmack-Sache ist.

Retrorevivel 5

 

Letzendlich war das Kleid ein etwas langwierigeres Projekt, wenn auch an einem Nachmittag schaffbar. Anziehen, ausziehen, Naht ändern, wieder probieren … hin und her – so passiert es, dass ich auch mal kurzzeitig nur in Unterwäsche vor der Maschine hocke. Kennt ja jeder, oder 😉 . Peinlich wird es nur, wenn genau dann „Besuch“ in den Nähkeller kommt. Da lob ich mir „das Anklopfen“!

Bronte 1

Jetzt fragt man sich vielleicht, was aus dem schönen Kleid geworden ist.? Ich habe eine ganz tolle Abnehmerin dafür gefunden – es ist in guten Händen. Aber der Stoff… der wollte dennoch etwas „Brauchbares“ für mich werden. So habe ich mir ein Oberteil zusammengestückelt (, da das Kleid recht viel Verschnitt hatte). Dabei ist am Rückenteil eine Mittelnaht, die aber weder groß auffällt noch stört. Ich bin zufrieden… und das Shirt schon mehrmalig in der Wäsche. Soll heißen: alles richtig gemacht. Punkt. Und weil es letztendlich etwas nur für mich ist, verlinke ich zu RUMS.

Ich wünsch euch was,

Peggy

Stoff: Lillestoff „Re(tro)vival“ + Unijersey in senf
SM: Kleid „gebastelt“ aus Bronte + Taillenband + Tellerrock; Shirt = Bronte

RUMS 1/2017 … es wird Zeit!

Blicke ich auf den Jahresanfang zurück und die (scheinbaren) wenigen Vorsätze, dann kann ich mir etwas auf die Schultern klopfen. Zwar ist das hier auf dem Blog nicht wirklich sichtbar, aber auf FB und im meinem Nähkeller hat sich viel getan: meine Mission „Stoffabbau“ ging bisher gut voran (, wenn ich den Nachkauf jetzt mal einfach unterschlage 😉 ).

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Es ist nicht leicht, von Stoff-Liebhaber-Stücken loszulassen, sie zu vernähen oder auch sich einzugestehen, dass ich es dennoch nicht schaffen werde, das Urprojekt (der Kaufgrund) umzusetzen. Aber ich habe einen Strich gezogen und meine Regale auf Vordermann gebracht.
Ich muss gestehen, dass ich zeitweise einem „Kaufzwang“ unterliege. So präsentieren die EP-Hersteller ihre Waren, die wirklich mit sehr schönen Designs aufwarten, wo allerdings nur begrenzte Meterzahlen da sind. Das Motiv gefällt, sofort fallen mir SM ein, die man darauf anwenden könnte und das PayPal-Konto gibt einen bestimmten Betrag her und Z A C K: „Vielen Dank für ihre Bestellung.“
Mit unter fehlen ein paar Schritte dazwischen bis zum Dankesspruch, aber meist endete die Kaufpräsentation von Staghorn, alles-fuer-selbermacher, Kathi Kunterbunt, Stoff&Liebe usw.  damit. Verwerflich! … weil ich die Zeit zum Vernähen der zauberhaften Stoffe nicht habe und es ja eben auch Geld kostet. Punkt.

ELiebe 5

Und ich brauche die Stoff auch gar nicht … also nicht alle.
Diese Erkenntnis überrannte mich im März. Ich schämte mich etwas vor meinem Mann, der mir liebgemeint mal die paypal-Übersicht präsentierte und somit die Tatsache: so gehts nicht weiter!
Dem Gewissen und den Regalen wieder etwas Luft zu geben, habe ich also meine Stoffe durchgeschaut und ein paar davon auf FB über eine Flohmarktaktion fair wieder-verkauft.
Phuuuu, das war ein kleiner Befreiungsschlag und vor allem: ein notwendiger Schritt. Erstens bin ich wieder zu etwas Geld gekommen, zweitens haben die Stoffe ein neues Zuhause erhalten und drittens kann ich jetzt wieder Stoffneuheiten mir zulegen. AAAAAAAh – ein Teufelskreis!!!

 

 

ELiebe 2

Es tat wirklich gut, etwas abzugeben. Und ich habe das Gefühl, dass ich nun den  Stoff-neuheiten etwas anders – bewußter – gegenüber stehe. Ich muss nicht alle haben. Ich brauche sie nicht „gleich“. Überzeugt mich das Design wirklich oder glaube ich nur, es gut vernähen zu können für meinen DaWandaShop (ja, ich habe ihn noch!)? Da habe ich wirklich gut für mich gelernt. Also so glaube ich jedenfalls, da ich etwas standhafter geworden bin.

ELiebe 1

Aber Verhaltensänderungen brauchen Durchhaltevermögen, Reflexion und Zeit… und kleine Rückschritte Belohnungen in „Stoff-Form“ sind durchaus gestattet 😉 .

Ich freue mich, es nach langer, langer Zeit mal wieder zu RUMsen und bin gespannt, was es dort heut wieder zu entdecken gibt.

Ich wünsch euch was,

Peggy

SM: „Fanö“ ohne Unterteilung/ Farbenmix
Label: Dortex (Kunstleder)
Stoff: Kombi-Elephantenliebe II / Stoff&Liebe (ab Fr., 05.05.17 erhältlich)

 

 

 

Alles, was die Seele braucht…

Zunächst möchte ich euch ein FROHES, GESUNDES und GLÜCKLICHES NEUES JAHR wünschen. Und da erst der fünfte Tag anno 2017 ist, möchte ich noch einmal den Blick auf das vorherige Jahr richten.

Viel war hier auf dem Blog nicht zu lesen – nur ab und zu ein Beitrag zu Genähtem, welches längst nicht alles festhält, was tatsächlich entstanden ist. Fakt ist, dass der Blog hier eher eine Nebenrolle spielt(e) bzw. ich auf FB aktiver auftrete. Nicht weil ich dieses „Tagebuch“ hier weniger mag – NEIN – es ist eher der Punkt, dass ich mir hierfür meist Zeit einplanen „muss“. Zeit, die mir irgendwoanders scheinbar dann fehlt. Auch gebe ich ehrlich zu, dass auf FB eine etwas höhere Ressonaz erfolgt – quasi unmittelbar und das macht vielleicht den Reiz aus (, dort mehr zu posten?).

Der Blog ist für mich tatsächlich etwas persönlicher – eben weil ich mich beim Schreiben mehr bemühe, das wider zu geben, was ich meine/ fühle/ denke. Eben PERSÖNLICHER. Auch wenn der Inhalt z.T. deckungsgleich mit den FB-Beiträgen ist.

Was ich aber eigentlich andeuten möchte ist, dass eines meiner wenigen Vorsätze für dieses Jahr lautet: regelmäßiges, zeitnahes Bloggen. Jetzt ist es also raus 😉

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Die letzten Tage 2016 verbrachten wir auf Rügen – Nähe Putbus. Das ist für uns aus Mittelfranken eine „halbe Weltreise“, die hinzu dennoch recht zügig funktioniert hatte. In knapp 7 Stunden haben wir die Insel erreicht. Ein kleines, denkmalgeschütztes Reethaus hatte seine Pforten für uns bis Anfang Januar geöffnet.

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Es war weihnachtlich hergerichtet, so dass es uns über die Weihnachtsfeiertage eine schöne Bleibe darstellte. Aber das eigentliche Ziel unserer „Sehnsüchte“ war nicht das Haus sondern das Meer. Zusammen mit meinen zwei Schwagern + meine Nichte, die am zweiten Weihnachtsfeiertag hinzugekommen sind, hatten wir auf Rügen eine tolle Zeit.

Auf einer Postkarte stand geschrieben: „Alles, was die Seele braucht, sind ein paar Tage am Meer.“ Dem ist absolut NICHTS hinzuzufügen.

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Auf Rügen muss man natürlich UNBEDINGT zum Königsstuhl – dem Kreidefelsen, den es bereits Caspar David Friedrich zu einem seiner bekanntesten Malerein inspirierte. Freilich sind wir auch dort hingepilgert. Ein stürmische Wanderung durch den Buchenwald führte uns zu auf die „Felsenspitze“ und dem dortigen Museum. Nett gemacht und durchaus empfehlenswert.
Aber: wir wollten direkt am Strand Steine, Donnerkeile und Bernstein sammeln bzw. suchen. Ein direkter Abstieg war dort leider nicht möglich, weswegen wir am Folgetag nach Lohme gefahren sind um dort Richtung Kreidefelsen zu wandern.

Es war der schönste Tag und die beste Entscheidung überhaupt. Okay, es war matschig, rutschig und manchmal sogar ein bisschen gefährlich – aber das war genau das Richtige. Gerade auch für meine Jungs, die nicht DIE Wanderburschen sind (, die ich mir manchmal wünschen würde). Der Wanderpfad ging etwas oberhalb an der Küste entlang. So war man ruckzuck wieder am Strand, wo wundervolle Fundstücke auf ihre Entdeckung warteten.
Ich war die erste, die mühsam einen Donnerkeil „er-f(w)ischte“. Ich war mächtig stolz und hab auch ziemlich angegeben damit 🙂
Das spornt natürlich an und so wurde sorgfältig in den Steinen und Felsen geschürft, bis nahezu jeder von uns SEIN Fundstück des Tages hatte – inkl. Bernstein-chen.

Wie gesagt, es war zwar eine anstrengende Tour – aber dafür so schön, dass die Kinder (!!!) in den kommenden Tagen nochmal um solch eine Wanderung gebeten haben. Hach, das tat meiner Mamaseele gut.

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Auf meinem „Urlaubs-Wunschzettel“ stand noch weit oben, die „Besichtigung“ eines Leuchtturmes. Am liebsten ja den von „Kap Arkona“, aber das war uns dann doch zu weit. Und so musste der von Sassnitz herhalten. Auch dort verbrachten wir nahezu den ganzen Tag am Strand bei herrlichstem Sonnenwetter.

Was mir an den alten „Badestädten“ so gut gefällt, ist die Architektur. Alte Villen gliedern sich aneinander und bilden kleine Gassen aus Kopfsteinpflaster. Da schwingt ein Hauch von Luxus vergangener Zeiten mit. Ein leckeres Stück Torte und einen herrlich frischen Kaffee runden den Eindruck dann perfekt ab.

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In Binz waren wir übrigens auch zweimal. Dort ist das „wahre Urlaubsleben“ zu erleben. Dicke Einkaufspassage am Strand, viele, viele Leute … im Grunde nicht unbedingt so meins. Ich mag es eher kleiner, gemütlicher – dennoch: der Strand ist wunderschön.

Silvester haben wir das Feuerwerk in Stralsund bewundert, haben dann mexikanisch dinniert und gespielt „Wer bin ich?“ bis kurz vor 24.00Uhr. Dann anstoßen und dann nahezu sofortiges Zubett gehen. Ich bin echt keine, die es so lange und länger aushält… es sei denn im Nähzimmer.
Letztendlich sind wir gut ins neue Jahr rüber gerutscht und ich bin gespannt, was es für mich/ uns bereit hält.

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Die Heimreise grenzte dann an eine Odysee mit schlechten Wetterverhältnissen, Stau und Sperrungen, so dass wir erst nach 9 Stunden Fahrt wieder mittelfränkischen Heimatboden unter den Füßen hatten. Dafür aber mit Schnee! Und der hält bis heute an.

Ich wünsch euch was,

Peggy