Ein Kleid/ Shirt nach meinem Geschmack… (RUMS 2/ 2017)

… oder doch nicht? Was denn nun: ja oder nein? Um ehrlich zu sein: das Kleid, was aus dem wunderbaren Lillestoff-Jersey „Re(tro)vival“ entstanden ist, passt so gesehen perfekt. Also, finde ich zumindest. Es betont genau die richtigen Stellen, ist feminin und ein bisschen verspielt und doch… nicht meins.

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Ich bin kein „echter“ Kleidertyp – es gefällt mir sehr, aber ich fühle mich in solchen Dingen schnell „verkleidet“, so dass ein solches Kleid, bei mir lange, lange Zeit (für immer wohlmöglich) im Schrank hängen würde. … zumal ich wenig richtige Anlässe finden würde es tatsächlich tragen zu können. Und für den „Alltag“ erscheint es mir zu wertvoll.

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Warum dann also so ein Kleid? Nun ich wollte es einfach ausprobieren. Die Mode der 50er Jahre gefällt mir unheimlich gut. Ich verliere mich in alten, amerikanischen Filmen mit viel Gesinge und Getanze und genieße den Anblick der wunderbar weiblichen Kleider dieser vergangenen Zeiten.

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Der Stoff schreit in meinen Ohren auch nach genau solchen Outfits. Also habe ich mir meinen geliebten „Bronte“-Schnitt als Oberteil gebastelt, dann ein breites Tailenband (gedoppelt – wie ein Bündchen für mehr Halt) mit anschließendem Tellerrock. Das wars eigentlich auch schon.

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Das Oberteil hat dabei immer noch so seine Tücken. Ich find´die Passform im Schulter-Armkugel-Bereich nicht 100%ig passend. Ich habe zwar schon „modifiziert“ und den Schnitt entsprechend abgeändert, aber so richtig zufrieden bin ich dennoch noch nicht. Da das Material aber schon weich ist, verschmerzt man diesen kleinen Makel – zumal er auch nicht sichtbar ist, sondern eher eine Passform-Geschmack-Sache ist.

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Letzendlich war das Kleid ein etwas langwierigeres Projekt, wenn auch an einem Nachmittag schaffbar. Anziehen, ausziehen, Naht ändern, wieder probieren … hin und her – so passiert es, dass ich auch mal kurzzeitig nur in Unterwäsche vor der Maschine hocke. Kennt ja jeder, oder 😉 . Peinlich wird es nur, wenn genau dann „Besuch“ in den Nähkeller kommt. Da lob ich mir „das Anklopfen“!

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Jetzt fragt man sich vielleicht, was aus dem schönen Kleid geworden ist.? Ich habe eine ganz tolle Abnehmerin dafür gefunden – es ist in guten Händen. Aber der Stoff… der wollte dennoch etwas „Brauchbares“ für mich werden. So habe ich mir ein Oberteil zusammengestückelt (, da das Kleid recht viel Verschnitt hatte). Dabei ist am Rückenteil eine Mittelnaht, die aber weder groß auffällt noch stört. Ich bin zufrieden… und das Shirt schon mehrmalig in der Wäsche. Soll heißen: alles richtig gemacht. Punkt. Und weil es letztendlich etwas nur für mich ist, verlinke ich zu RUMS.

Ich wünsch euch was,

Peggy

Stoff: Lillestoff „Re(tro)vival“ + Unijersey in senf
SM: Kleid „gebastelt“ aus Bronte + Taillenband + Tellerrock; Shirt = Bronte

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Geteilte Freuden…

… sind doppelte Freuden. Ja, das stimmt… gestern wieder erlebt.

Auf meiner FB-Seite habe ich 3x 0,5m „Der kleine Maulwurf und seine Gartenfreunde“ verschenkt. Ich hatte ihn hier noch liegen und irgendwie finde ich keine Verwendung mehr oder keine Zeit, um was für kleine Kinder zu nähen. Denn meine Kinder wollen mit ihm nichts mehr zu tun haben. Verständlich, denn sie sind mit fasst 9 und 11 Lebensjahren nicht mehr die richtige Zielgruppe.
Jedenfalls gab es mehrere Interessenten, ganz liebe Kommentare und ich musste mich ja doch irgendwie entscheiden. Die Wahl ist getroffen und alle 3 Gewinnerinenn haben sich bereits gemeldet und – da bin ich mir sicher – vor Freude geheult… Das hat mich wieder zu Freudentränchen gerührt und mir ein unendlich gutes Gefühl gegeben, es richtig gemacht zu haben.

Gut ich hätte ihn auch Versteigern können, aber da bekommen nur die etwas, die verrückt genug sind, für eine Stück Stoff (!!!) viel zu viel Geld zu zahlen. Verrückt – ehrlich und unfair…
(Bei der nächsten Aktion bemühe ich mich auch hier im Blog einen kurzen Hinweis dazu zu hinterlassen. Es war kein böser Gedanke dahinter … im Gegenteil: ich hab´s einfach vergessen!)

Sich gut anfühlen, tun sich auch die Interlock Birchfabrics Stoffe. Und wie ich erst deren Farben und Designs liebe. Schade dass sie nicht in europäischen Breiten gefertigt werden, eine lange Reise absolvieren bis sie hier sind und demnach entsprechend kosten.

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Aus dem wundervollen „Serengeti“-Streifenstoff habe ich mir ein optimiertes „Bronte„Shirt genäht. Nun (erst) bin ich mit dem Stoff „EINS“ geworden. Es sitzt im Schulterbereich nun westenlich besser – das Austüffteln für einen besseren Schulter-Arm-Sitz hat sich für mich wahrhaftig gelohnt.

Und auch der megaschöne „Schwalbenstoff“ der selben Marke liegt hier schon ein paar Tage. Gern hätte ich mir daraus ebenso 3/4 Ärmel an´s „Bronte“ gezaubert, aber dafür hat es leider nicht mehr gerreicht. Nun gut, dann hat das Shirt jetzt schon Saison und wenn´s kühler wird, kommt ´ne Jacke drüber. So gesehen: perfekt.

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Da ich beide Shirts nicht hergeben werde, ist das ein klassischer RUMS-ich-bin-mal-wieder-mit-Dabei-Beitrag.

Mal schauen, ob  sich noch andere „tierische“ Stoffe verarbeitet haben lassen.

Schnitt: Bronte
Stoffe: z.T. auf dem Stoffmarkt Holland gekauft und über DaWanda

Ganz liebe Grüße
Peggy

PS: Ich tüfftel gerade wieder an einem (FRE)Ebook für einen Rock (aus Nicht-dehnbaren Stoffen…). Holzauge sei wachsam, falls ich noch Probenäherinnen benötige!!!!