„Line“ von allerlieblichst

Zack, zweite Runde zum Thema Probenähen.

Es ist für mich kleines „Nähflämmchen“ immer wieder (oooh, als ob das so oft passiert!) eine gaaaanz besondere Ehre, wenn sich Nähgrößen wie Christiane von allerlieblichst für mich interessieren. Wenn sie mich persönlich anschreiben und fragen, ob ich beim nächsten Projekt vielleicht mitmachen möchte. „Holzauge, sei wachsam bzw. vernünftig und überleg, ob es zeitlich möglich ist!!!“ mahnt mich mein Verstand. Und ganz schnell lasse ich ein freudiges JAAAA verkünden.

Christiane scheint sehr strukturiert und gut organisiert. Und so war diesmal ein großers Zeitfenster zum Nähen da. Spannend ist es, wenn die ersten Probenähergebnisse gezeigt werden. Ja, das Gefühl kenne ich auch sehr gut und es ist mit nichts zu vergleichen: ein bisschen Angst, ob alles errechnete auch passt; wie setzen andere „meinen“ Schnitt um und was sagen sie dazu??? Wenn dann alles in Richtung Zufriedenheit ausläuft – hachz… wie gesagt, unbeschreiblich toll!!!

Nun ja. „Line“ stand auf dem Programm. Ein Kleid mit Brustunterreilung und Kellerfalten – eine oder zwei… und eigentlich in „kurz“. Mir war sofort klar, dass ich was Maritimes nähen möchte und da die Beispiele von Christiane schon sehr ansprechend waren, entschied ich mich zunächst für das Modell mit den 2 Kellerfalten.

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Dabei habe ich mit Gr. 38 begonnen. Mein Figur sieht aber eigentlich eher eine kleinere Größe vor, aber „lieber zu weit und dann enger machen, als gleich zu eng“. So habe ich dann ein wenig rumgebastelt und meine Kellerfalten sind dadurch auch etwas zu seitlich geworden. Ich denke aber, dass das nicht weiter der Gesamtoptik stört.
Ich habe zwischen dem Brust- und dem Rockteil vorderseitig einen einfachen Jerseystreifen gekräuselt eingearbeitet und hinten lediglich mit einer Spitzenkante versehen. So hat auch die Rückenansicht eine „Unterteilung“. Am Rocksaum taucht genau diese Spitzenkante auf und unterstreicht den leicht verspielten Charakter des Kleides. Die Säume an Ärmeln und Ausschnitt hab ich einfach mit einem elasitschen Schrägband eingefasst. Das geht schnell und ist effektvoll. Fertig.

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Mit gefällt bei „Line“, dass es rückwertig mit den Kellerfalten – was nichts anderes ist als „Abnäher“ – schön über den Hintern fällt. Ich meine, es entsteht nicht so eine komische Falte über dem Po, auch wenn in meiner Erstvariante die Falten nicht optimalst platziert sind (s.oben).

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Insgesamt bin ich mit diesem Kleid und in dieser Version sehr zufrieden. Ein Schnitt der echt was hermacht.

Natürlich wollte ich Christiane noch mit der zweiten Variante zur Seite stehen und Rückmeldung geben. Diese – mit einer vorderseitigen Kellerfalte – erinnert mich ein bisschen an die „Toni“ von das milchmonster, nur eben nicht als Raglanversion. Ich denke, beides hat seine Berechtigung und es sind eben auch 2 Schnitte. Bei „Line“ fällt das Kleid auch eher A-förmig und kaschiert somit sogenannte „Problemzonen“.

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Hier habe ich Akzente durch den grünen Unijersey gesetzt, was mir persönlich sehr gefällt. So wirkt es noch ein Touch „jünger“…

Ich mag die Variante, würde aber die, mit den zwei Kellerfalten beim nächsten Kleid vorziehen. Der Grund ist einfach mein persönliches Verständnis von „Passform“ oder anders ausgedrückt: ich mag es lieber „figurbetont“ bei der „Line“.

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Bei der Rückenansicht sieht man ganz gut, was ich meine mit der „Rückenfalte“, oder?

Fazit: Line ist ein Schnitt für viele Gelegenheiten, ist wirklich schnell genäht und lässt durch seine Unterteilungen viele Nähmöglichkeiten offen. So das immer wieder was Neues entstehen kann.

In der Probenährunde sind sehr schöne und vielfältige Kleider entstanden. Dabei wirken die langen Kleider besonders edel. Ich mag es ebenso lang, weiß aber nicht, wo ich das hier im Alltag gebrauchen kann… Der Strand ist von meinem Wohnort etliche Kilometer weit entfernt… LEIDER. Aber da passt so ein langes Kleid bestimmt gut hin.
Und in den größeren Größen finde ich das Kleid besonders gut …

Ich wünsch euch was…

Peggy
Stoffe: über DaWanda
Schnitt: „Line“ von allerlieblichst

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4 Gedanken zu “„Line“ von allerlieblichst

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