Neues Jahr – neue Vorsätze oder wie ich das Leben sehe – Teil 2

Oh, Mann-oh-Mann… ist Nikolaus und Weihnachten nicht schon längst, längst vorbei??? Und ich hab keine Zeit gefunden auch irgendetwas hier zu schreiben, zu zeigen, zu huldigen usw….??? Ja. Punkt. So war es!

Viel Zeit ist vergangen, ohne auch nur ein Lebenszeichen hier auf meinen kleinen bescheidenen Blog. Und dabei ist so viel passiert, was ich euch zeigen und mitteilen möchte/ könnte/ würde wollen…

Wo fange ich an…? Mit meinem Geburtstag, dem Winterurlaub am Meer, meinen Nähergebnissen, geheimen Projekten oder einfach von meinem Nähzimmer, welches (fasst) komplett fertiggestellt ist…? Die Liste ist eigentlich noch länger, aber das macht mir so im Schreib- bzw. Lesezustand etwas zu schaffen…

Nein – zu Beginn wünsche ich euch ALLES ERDENKLICH GUTE FÜR 2015 – VIEL GESUNDHEIT, GLÜCK und ZUVERSICHT, dass auch dieses Jahr EUER Jahr wird!!!

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2015 – was wird es mir persönlich bringen? Es ist gut, dass wir nicht (wirklich) in die Zukunft schauen können. Was würde es nützen? NICHTS, weil die Dinge eben einfach geschehen.

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Als ich im Februar 2000 auf einmal bzw. innerhalb von 4 Wochen beidseitig taub wurde, hätte das für mich (damals gerade mal 23 Lenze jung) fatale Folgen haben können. Klar war es blöd, jeden Tag schlechter zu hören bis zum völligen Nichtshören… Anfangs war es irgendwie „belustigend“ – mir tat ja nichts weh. Aber als dann auch keinerlei Medikamente und Behandlungen wirksam waren und ich in die Uniklinik überwiesen wurde – hach, ins schöne Dresden – dann war es nicht mehr „komisch“.

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Die erste Diagnose war „offenen Tuberkulose“ – d.h. Quarantäne-Station mit Mundschutz und allem Drumherum – nicht rausdürfen usw…. DAS war die allerschlimmste Zeit meines Lebens. Niemals wieder habe ich mich so einsam gefühlt!

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Im Krankenzimmer hatte ich dann eine „Zaubertafel“ – ihr kennt sie aus Kindheitstagen: so ein Täfelchen, wo man mit einem „Spezialstift“ draufschreibt und es mit einem Wisch alles wieder sauber ist. Dieses Kinderspielzeug war mein Verständigungsmittel mit meinem Besuch, denn versuch mal durch Mundschutz (am Besucher) Lippen zu lesen. … Richtig! Geht nicht.

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In dieser Zeit hat meine Freundin Ulrike (sie wohnte in DD) mich öfters die Woche besucht. Mein Mirko hat mir Fernseher und CD-Player mitgebracht und mit Ulrike haben wir uns „Pretty Woman“ und „Email für dich“ angeschaut – da kenne ich ja quasi den Text auswendig.
Und während ich darüber hier gerade schreibe, denke ich, was für eine intensive Freundschaftszeit es war!!! Meine Freundin hat sich keinen Kopf darüber gemacht, ob sie auch erkrankt oder nicht … Oh, Mann – was hab ich für ein Glück so eine Freundin zu haben!

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Ende vom Lied ist, dass es doch keine offene TBC war sondern „Morbus Wegener“ – eine Autoimunerkrankung, die die eigenen Organe angreift und zerstört. So gesehen, hatte ich verdammtes Glück, dass meine Ohren erkrankten und nicht andere Organe (Lunge o.ä.)!
Es hätte mein Ende sein können … und das wärs auch, wenn nicht die helfende Chemotherapie angeschlagen hätte. Nein, nicht so eine wie bei Krebs – nicht so hoch dosiert, aber belastend war es dennoch. Und die Angst, nie eine eigene kleine Familie gründen zu können.

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Ein halbes Jahr lange musste ich monatlich dann für 1 Tag (über Nacht) ins schöne DD. Das rechte Ohr ist weitgehend wieder hergestellt (Hörleistung gefühlte 80-90%) – links hingegen nicht so (hier ca. 60%). Aber da hilft mir mein nicht-mehr-missen-wollendes Hörgerät. Gut, die persönliche Akzeptanz eins zu tragen, hat über 10 Jahre gedauert… aber in der Zeit hat sich auch die Qualität der Geräte verbessert (So rede ich´s mir mal schön!).

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Nun geht es mir seit Jahren eigentlich sehr gut – zumindest gab es keine Hörverschlech-terungen und wenn dann wurden die mittels Paukenröhrchen wieder beseitigt. Zwar muss ich weiterhin Medikamente nehmen, diese momentan aber nur wegen der „Begleiterkrankung: rheumatoide Artritis“. Ja, es reist nicht ab.

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ABER, hey!!! Ich lebe noch!!! Habe eine wunderbare eigene Familie, 2 gesunde Kinder, einen liebevollen Mann, einen Job, der meine Berufung ist, ein wunderbares Hobby und ein somit GANZ WERTVOLLES und SiNNGEBENDES LEBEN!!! Ein Hoch darauf und das es 2015 weiter so geht.

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Ich drücke euch alle ganz lieb und wünsch euch was.

Ach und die Fotos, die ich euch untergejubelt habe sind die vom letzten Urlaub Weihnachten-Neujahr 2014 von der wundervollen Ostseehalbinsel Darß.

Eure Peggy

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2 Gedanken zu “Neues Jahr – neue Vorsätze oder wie ich das Leben sehe – Teil 2

  1. Liebe Peggy,
    erstmal ein frohes und vor allem gesundes neues Jahr!
    Was für ein Post…es tut mir sehr leid dass dir so vieles wiederfahren ist, aber ich finde es toll wie du damit umgehst. Bin auch vom Schicksal geärgert worden und hab so manches mit mir zu tragen, schaffe es aber noch nicht ganz so positiv wie du. Oft ja, aber auch oft gar nicht. Muss noch lernen…von dir 🙂
    Liebste Grüße,
    Lee

    • Liebe Lee,
      vielen lieben Dank für deine Zeilen. Das, was du schreibst, berührt mich gerade auch ganz sehr. Das Leben ist nicht fair und es ist die Lebens-Kunst, das zu akzeptieren und zu versuchen das Beste aus der jeweiligen Situation zu machen. Auch wenn der Weg meist erst über eine Kriese führt – das ist sie psychologisch gesehen.
      Ich wünsche dir alles Gute und das dein „Positiv-Sehen“ immer mehr wird.
      Liebe Grüße,
      Peggy

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