Manchmal ist es wie MAGIE…

Habt ihr Lust auf einen kleinen (oder größeren) Urlaubsbericht inkl. Fotos und ein klein wenig Hokuspokus? Dann… bitte sehr… hier entlang:

Vor gut 2 Wochen bibberte ich den (Zwangs-) Urlaub entgegen, der sich bei einer Anstellung in einer Kita auf Grund von sogenannten Schließzeiten ergibt. Nicht das ich ihn mir nicht sehnlichst herbeiwünschte – NEIN, das nun ganz und gar nicht. Aber: wir waren noch Urlaubs-Plan-los. Und damit meine ich, dass wir doch tatsächlich noch nicht wussten, wo wir die wichtigsten Tage im Jahr verbringen werden. Es schien sogar fasst so, als würden wir es uns zu Hause „gemütlich“ machen. Nichts gegen unser zu Hause!!! Aber da macht man vielleicht 1-2 Tage nichts – ich nenne das mal jetzt „Urlaub“ – und dann werkelt man ja doch wieder … und schlimmsten Falls widmet man sich der eigentlichen (bezahlten) Arbeit wieder. Zu tun gibt es schließlich immer irgendetwas. Wenn man zu Hause ist. Und das ist nicht das, was ich zum Kitajahresende gebraucht hätte.

Jedenfalls habe ich dann nach scheinbar einer Woche mit sehr wenig Schlaf DAS FeWo Objekt für uns gefunden. Kurz vor knapp gebucht und eine Woche später sollte es dann in einen wundervollen 8-Tage-Urlaub nach Fivizziano/ Toskana/ Italien gehen. Ein Stein viel mir vom Herzen und ich konnte wieder entspannt schlafen, mit dem Gewissen: wir kommen wo unter.

Urlaub 1 2014

Am Freitag musste ich noch Arbeiten, mein Mann ebenso und die Kinder waren in der Ferienbetreuung. Nach Hause kommen, packen, packen, packen – wobei es bei 8 Tagen und mit Aussicht auf schönes Sommerwetter + Waschmaschine vor Ort, es nicht wirklich viel zu packen gab und noch ein kleines „Abschiedsritual“ an unserer Gartenbar mit den lieben Nachbarn, ein kleines Schläfchen und die Reise ging los.

Alles ging gut – kein Stau, die Kinder waren „friedlich“ und dank des möglichen Fahrerwechsels auch nicht sooo sehr anstrengend. Insgesamt waren es wohl 850 km eine Strecke. (Eigentlich zu weit für so wenig Tage…) Wie auch immer!

Die Zufahrt zum eigentlichen Objekt erwies sich wieder als abenteuerlich – wer die engen Straßen auf den Hügeln der Toskana/ Ligurien kennt, weiß wovon ich rede – aber: es hat sich gelohnt. Eine wunderbar kleine FeWo in einer grandiosen kleinen Anlage mitten auf der höchsten Spitze eines Hügels – Willkommen im kleine Paradies! Erst in diesem Sommer wurde es (fasst komplett) fertiggestellt – wir waren die 2. Urlauber in unserer Wohnung. Alles war noch „wie neu“, obwohl großer Wert darauf gelegt wurde, das „Alte“ herauszuholen.

Urlaub 2 2014

Es waren wohl insgesamt 5 Apartments für von 2 bis zu 5 Personen. Alle etwas verteilt über das Gelände, welches Terrassen-förmig aufgebaut war/ ist. Will man Gesellschaft, geht man eben auf eines der zentrale(ren) Plätzen oder zum gigantischen Pool. IMG_1594IMG_1611IMG_1615

Als wir nun in der kleinen Oase herumgeführt wurden, kam uns gleich ein freundlicher junger Mann entgegen… Er streckte mir die Hand aus und fragte freundlich „English or German?“ … und damit begann die kleine „Urlaubszauberei“. Er hieß Steve – war Engländer, der nun mit seiner Familie (Frau Sonja und 3 Kindern) in Köln lebt, mehrere Sprachen scheinbar perfekt sprach und eben für 3 Wochen dort Urlaub macht. Ich bzw. wir waren freudig überrascht, so freundlich von Mit-Urlaubern in unserer Landessprache begrüßt zu werden und waren spätestens dann „angekommen“.

Am selbigen Anreisetag von uns kamen noch eine Familie (Frank mit Susanne und ihren 2 Mädels aus Mainz) an. Auch sie – supernett und es schien von Anfang an eine richtig tolle Urlaubstruppe zu werden.

Und das ist jetzt auch der Punkt wo die „Magie“ ins Spiel kommt. Ich weiß gar nicht so recht, wie ich es beschreiben soll…? Kennt ihr das?: Du läufst auf der Straße, es treffen sich 2 Blicke – völlig fremde Personen – und doch scheint irgendetwas einander zu verbinden. Etwas Schönes… und wie gerade dieses – wirklich kurze – Gefühl entsteht, ist derjenige/ diejenige auch schon wieder verschwunden. Und es fühlt sich für mich dann sogar etwas traurig an… was wäre wenn-Fragen stellen sich mir…

Nun ja, mit diesen beiden Familie war es für mich eben wie Magie. Wir kannten uns im Grunde nicht und doch verspürte ich eine tiefe Verbundenheit. Mag sein, dass das „Urlaub-machen“ an sich in der gemeinsamen Unterkunft – auf einem Hügel von Fivizziano mit herrlicher Aussicht über Täler und unzählige weitere Berge und Hügel – schon ein „magische Verbindung/ Gemeinsamkeit“ ist, aber ich spüre da mehr. Ein ganz wohliges MEHR … und das wiederum macht mich jetzt gerade ganz glücklich.

Kurz um: wir verbrachten 8 ganz wunderbar entspannte Tage – ob nur wir 4 für uns oder auch in geselliger Runde mit den anderen. Uns war wichtig so wenig wie möglich an Programm. Soll heißen: kein Gekutsche durch die Gegend, zumal wir dort nun schon das 4. mal (in dem Gebiet) sind/ waren, sondern ganz viel einfach nur reden, schlafen, poolen und so… Allerdings war Pflicht (!!!) 1 Bootsausflug nach Cinque Terre bei herrlichstem Postkartenwetter. Nachdem wir vor 2 Jahren schon mal eine Bahntour dorthin gemacht haben und leider das Wetter nicht so dolle war, „brauchten“ wir noch traumhafte Bilder von diesem wunderschönen Stückchen Erde. Wirklich empfehlenswert!!!

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Tja und sonst so? Am Mittwoch gab es auf dem Anwesen eine „Überraschungs-Geburtstagsparty“ für Steve, die er selbst seiner Familie vorgeschlagen hatte. Alle hatten etwas zum Grillbuffet etwas dazu“improvisiert“ und die italienische Haushälter-Familie hatte sooo köstliches Einheimisches gekocht und gebacken… yummi, yummi!!! Wir haben viel Wein getrunken, noch mehr gegessen – von allem – viel geredet und gelacht. Und es war einfach ein unglaublich schöner Abend, bei angenehmen Sommernachtstemper-aturen! Tja und da kamen wir uns alle noch ein bisschen näher. So erfuhren wir, dass Sonja und Steve eine Filmproduktionsfirma besitzen, dass Sonja gerade „Doktor Proktors Pupspulver“ (Film) abgedreht hat; dass Frank den Lieblingsberuf meines Mannes hat (Schreiner) und Sonja ebenfalls im (fasst) sozialen Bereich tätig ist – Hebamme. Und es war eben dieser Zauber der in der Luft lag … und die Urlaubs-ich-erhole-mich-Stimmung.

Am allerletzten Abend für uns war auf dem kleinen Kirchplatz des Ortes (50 Schritte von unserer Unterkunft entfernt) ein kleines Samstag-Fest. Es gab einheimische Spezialitäten von den Müttern und Omas des Dorfes hergestellt und Wein natürlich. Steve hat alles uns übersetzt und Empfehlungen ausgesprochen und so haben wir einen ganz wundervollen Abschluss für unseren Urlaub gehabt. Viel zu spät sind wir ins Bett – hatten wir doch eine lange Autofahrt vor uns.

Was mir ein Lächeln ins Gesicht zaubert ist, dass ich das Gefühl hatte, auch wir – also ich und Mirko + Kinder – waren angenommen. Das „Auf Wiedersehen“ sagen war fasst schon mit „Wehmut“ gekoppelt und die Umarmungen so herzlich und ehrlich. Unbeschreiblich… und doch spüre ich, dass es kein Wiedersehen geben wird. So ist das – es stimmt für den Moment bzw. die (Urlaubs-) Zeit und dann… geht jeder seine Wege. Und die Wege sind mit Arbeit und Alltagsstress gepflastert… und den Erinnerungen an einen wunderbaren – wenn auch kurzen – Urlaub.

Hier noch ein paar kleine Eindrücke davon:

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Und solltest du es wirklich bis hier runter ausgehalten/ gelesen haben, dann brauchst du jetzt vielleicht auch die Erinnerung an einen (oder mehrere) magische Momente.?

Ich wünsch euch was,

ciao – Peggy

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