Vom Sinn des Lebens… (1)

Vor einiger Zeit habe ich bei der Aktion „Help Natalie – Elfen helfen“ teilgenommen. Es wurden dabei Gelder für eine weitere Therapie-Behandlung für die an Krebs erkrankte Natalie (29 Jahre) gesammelt (- ich berichtete). Die Behandlung konnte Dank der tollen Auktionen komplett bezahlt werden, aber sie schlug leider nicht an. Vergangene Nacht ist Natalie ihrer schweren Erkrankung erlegen. Sie hinterlässt 2 Kinder, ihren Mann und für diese und ihre Freunde eine riesengroße Lücke…

Als ich das heut morgen in der FB-Gruppe gelesen habe, breitete sich ein Gefühl von Leere in mir aus. Ein Mensch, den ich nicht kannte – nur über die Internet- und FB-Seite – aber für den ich mich mit eingesetzt habe, ist nun nicht mehr da. Erlegen an den Folgen einer schmerzhaften Quälerei, die sich Krebs nennt.

War dann alles umsonst – Leben-Sinn-los???
Ich denke NEIN, auf keinen Fall, auch wenn das „Ende“ bitter ist. Es hat mich aufgerüttelt und wieder einmal gezeigt, was wirklich im Leben zählt. Gesundheit, Familie und Freunde. Alles andere ist ersetz- bzw. beschaffbar. Ich selbst bin mit 24 Jahren an einer seltenen Immunschwäche erkrankt. Wäre es damals nicht auf die Ohren gegangen – ich war eine Zeit lang taub – hätte die Erkrankung sicherlich erst viel später erkannt werden… Später oder sogar zu spät!

„Morbus Wegener“ – eine Immunkrankheit, die die eigenen Organe angreift/ zerstört… Ich war jung, noch keine Kinder, zwar meinen Freund (jetzt mein Mann) an meiner Seite, aber es schien, dass eine Welt und Träume – Zukunftspläne auf einmal nicht mehr existent waren. Zum Glück hat die Chemotherapie bei mir angeschlagen plus der ganze Medikamentenberg und ich hatte es immer recht gut verkraftet.

Ich weiß nicht, wie ich das damals alles ausgehalten habe – also emotional gesehen…Aber irgend eine Kraft hat mich gehalten und ich glaube sogar, sie ist immer noch da. Nun habe ich 2 gesunde Jungen, habe meinen Traumberuf mit 34 Jahren (noch) erlernt und versuche, das Leben nicht einfach hinzunehmen. Das gelingt nicht immer … aber solche Lebens-Geschichten, wie die von Natalie, diese zeigen mir wieder was wirklich zählt.

Und während ich heute über Natalie und ihre Geschichte nachdachte, kam mir zwangsläufig die Frage nach dem Sinn unseres Lebens… Schwierig – und es lässt sich auch keinesfalls in ein paar Sätze packen.
Ausserdem kam mir ganz kurz der krausige Gedanke: was ist, wenn mal was mit meinen Kindern ist? Was ist, wenn sie vom Schulweg nicht mehr nach Hause kommen oder schwer/ unheilbar erkranken? Boah, da zerreist es mir fasst meine Kopf und ich will den Gedanken ganz, ganz weit wegschieben! …

Natalies Familie und Freunden wünsche ich alles erdenklich Gute, viel Kraft den schweren Verlust eines geliebten Menschen zu verkraften und zu verarbeiten, Zeit zum Trauern, aber auch bald wieder den Mut zurückzufinden, nach vorne schauen zu können.

Die Erde dreht sich weiter, auch wenn es einem scheinbar das Herz zerreißt.

Peggy

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