Ein Kleid/ Shirt nach meinem Geschmack… (RUMS 2/ 2017)

… oder doch nicht? Was denn nun: ja oder nein? Um ehrlich zu sein: das Kleid, was aus dem wunderbaren Lillestoff-Jersey „Re(tro)vival“ entstanden ist, passt so gesehen perfekt. Also, finde ich zumindest. Es betont genau die richtigen Stellen, ist feminin und ein bisschen verspielt und doch… nicht meins.

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Ich bin kein „echter“ Kleidertyp – es gefällt mir sehr, aber ich fühle mich in solchen Dingen schnell „verkleidet“, so dass ein solches Kleid, bei mir lange, lange Zeit (für immer wohlmöglich) im Schrank hängen würde. … zumal ich wenig richtige Anlässe finden würde es tatsächlich tragen zu können. Und für den „Alltag“ erscheint es mir zu wertvoll.

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Warum dann also so ein Kleid? Nun ich wollte es einfach ausprobieren. Die Mode der 50er Jahre gefällt mir unheimlich gut. Ich verliere mich in alten, amerikanischen Filmen mit viel Gesinge und Getanze und genieße den Anblick der wunderbar weiblichen Kleider dieser vergangenen Zeiten.

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Der Stoff schreit in meinen Ohren auch nach genau solchen Outfits. Also habe ich mir meinen geliebten „Bronte“-Schnitt als Oberteil gebastelt, dann ein breites Tailenband (gedoppelt – wie ein Bündchen für mehr Halt) mit anschließendem Tellerrock. Das wars eigentlich auch schon.

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Das Oberteil hat dabei immer noch so seine Tücken. Ich find´die Passform im Schulter-Armkugel-Bereich nicht 100%ig passend. Ich habe zwar schon „modifiziert“ und den Schnitt entsprechend abgeändert, aber so richtig zufrieden bin ich dennoch noch nicht. Da das Material aber schon weich ist, verschmerzt man diesen kleinen Makel – zumal er auch nicht sichtbar ist, sondern eher eine Passform-Geschmack-Sache ist.

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Letzendlich war das Kleid ein etwas langwierigeres Projekt, wenn auch an einem Nachmittag schaffbar. Anziehen, ausziehen, Naht ändern, wieder probieren … hin und her – so passiert es, dass ich auch mal kurzzeitig nur in Unterwäsche vor der Maschine hocke. Kennt ja jeder, oder 😉 . Peinlich wird es nur, wenn genau dann „Besuch“ in den Nähkeller kommt. Da lob ich mir „das Anklopfen“!

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Jetzt fragt man sich vielleicht, was aus dem schönen Kleid geworden ist.? Ich habe eine ganz tolle Abnehmerin dafür gefunden – es ist in guten Händen. Aber der Stoff… der wollte dennoch etwas „Brauchbares“ für mich werden. So habe ich mir ein Oberteil zusammengestückelt (, da das Kleid recht viel Verschnitt hatte). Dabei ist am Rückenteil eine Mittelnaht, die aber weder groß auffällt noch stört. Ich bin zufrieden… und das Shirt schon mehrmalig in der Wäsche. Soll heißen: alles richtig gemacht. Punkt. Und weil es letztendlich etwas nur für mich ist, verlinke ich zu RUMS.

Ich wünsch euch was,

Peggy

Stoff: Lillestoff „Re(tro)vival“ + Unijersey in senf
SM: Kleid „gebastelt“ aus Bronte + Taillenband + Tellerrock; Shirt = Bronte

„Gloria“ von Milchmonster

Es ist schon länger her, als Antonia von „Milchmonster“ einen Probe-Designnähaufruf gestartet hatte. Das Modell wurde fairer Weise angezeigt und man konnte sich bewerben. Der Schnitt hat mir in seinen vielen Facetten sehr gut gefallen und so wollte ich es einfach mal versuchen. Stoffe hab ich ja genügend da … und mit „Probenähen“ würde ich dem Vorsatz „Stoffabbau 2017“ sicherlich auch wieder etwas gerecht werden.

Also hab ich es einfach gemacht. Als Foto hing ich ein simples „Shelly“ Shirt von mir präsentiert mit an. Nichts „Besonderes“ – einfach ich.
Wie auch immer solch eine Auswahl von Probenähern ausfällt: ich durfte als Gast mit dabei sein und freute mich natürlich sehr darüber. Und da ich als „Gast“ das Gefühl hatte (selbstgemacht!), den anderen was beweisen zu müssen, also dass ich es Wert bin, so habe ich mich mächtig ins Zeug gelegt (… und weil ich Zeit hatte).

Zum Schnitt: „Gloria“ ist ein sehr wandelbares Schnittmuster. Es kann als Shirt, Kleid, Wickelkleid oder als Jacke genäht werden… mit und ohne Rückabnäher und ist für dehnbare Stoffe wie Jersey oder Modal ausgelegt.

Ich hatte mich nach kurzer Anlaufzeit mittenrein gestürzt und meine Stoffe zu „Glorias“ erhoben. Ich freute mich wirklich, so produktiv sein zu dürfen, um die Passform zu überprüfen und eben schon etwas länger liegende Stoffe zu etwas Edlem zu verwandeln.

Bei dem Retro-Shirt hatte ich die Idee am Ausschnitt ein Formbandstreifen einzubügeln. Ich dachte damit etwas mehr „Halt“ reinzubekommen, aber das war keine gute Idee und auch nicht nötig. Das Band hatte lediglich den Jersey formstabil gemacht und das ist aus jetziger Sicht nicht optimal. Nun gut – ich habs versucht … und gelernt: war Quatsch.

Schließlich wollte ich auch ein Kleid ausprobieren und habe dafür den Schwarz-Weiß-Jersey genommen von alles-fuer-selbermacher. Hier habe ich dann auch die Rückabnäher verwendet und bin begeistert, wie leicht es geht (, weil es super beschrieben ist) und wie toll die Passform dadurch wird.

Alle drei gezeigten Versionen sind dabei die VOR-Version. Die Passform am Ausschnitt wurde nämlich noch mal etwas überarbeitet, weil sie in manchen Größen noch nicht DAS Ergebnis erzielte, was sich Toni vorgestellt hatte. So wurde also nochmal etwas geändert bzw. genauer definiert … und noch mal genäht und das sind dann die finalen „Glorias“:

Ich für meinen Teil mag die Kleid-Variante mit den Rückenabnähern sehr gerne und ich mag es auch an mir. Und das obwohl ich mit V-Ausschnitten nicht viel am Hut habe. Mir gefällt, dass der Ausschnitt nicht so viel preisgibt, auch wenn das durchaus sexy sein kann…
Die „überlappende“ Kleid-Version bzw. auch die „Jacke“ habe ich noch nicht ausprobiert. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden…

Ich wünsch euch was

Peggy

Stoffe: z.T. von alles-fuer-selbermacher, staghorn, abc-Design und DaWanda

RUMS 1/2017 … es wird Zeit!

Blicke ich auf den Jahresanfang zurück und die (scheinbaren) wenigen Vorsätze, dann kann ich mir etwas auf die Schultern klopfen. Zwar ist das hier auf dem Blog nicht wirklich sichtbar, aber auf FB und im meinem Nähkeller hat sich viel getan: meine Mission „Stoffabbau“ ging bisher gut voran (, wenn ich den Nachkauf jetzt mal einfach unterschlage 😉 ).

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Es ist nicht leicht, von Stoff-Liebhaber-Stücken loszulassen, sie zu vernähen oder auch sich einzugestehen, dass ich es dennoch nicht schaffen werde, das Urprojekt (der Kaufgrund) umzusetzen. Aber ich habe einen Strich gezogen und meine Regale auf Vordermann gebracht.
Ich muss gestehen, dass ich zeitweise einem „Kaufzwang“ unterliege. So präsentieren die EP-Hersteller ihre Waren, die wirklich mit sehr schönen Designs aufwarten, wo allerdings nur begrenzte Meterzahlen da sind. Das Motiv gefällt, sofort fallen mir SM ein, die man darauf anwenden könnte und das PayPal-Konto gibt einen bestimmten Betrag her und Z A C K: „Vielen Dank für ihre Bestellung.“
Mit unter fehlen ein paar Schritte dazwischen bis zum Dankesspruch, aber meist endete die Kaufpräsentation von Staghorn, alles-fuer-selbermacher, Kathi Kunterbunt, Stoff&Liebe usw.  damit. Verwerflich! … weil ich die Zeit zum Vernähen der zauberhaften Stoffe nicht habe und es ja eben auch Geld kostet. Punkt.

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Und ich brauche die Stoff auch gar nicht … also nicht alle.
Diese Erkenntnis überrannte mich im März. Ich schämte mich etwas vor meinem Mann, der mir liebgemeint mal die paypal-Übersicht präsentierte und somit die Tatsache: so gehts nicht weiter!
Dem Gewissen und den Regalen wieder etwas Luft zu geben, habe ich also meine Stoffe durchgeschaut und ein paar davon auf FB über eine Flohmarktaktion fair wieder-verkauft.
Phuuuu, das war ein kleiner Befreiungsschlag und vor allem: ein notwendiger Schritt. Erstens bin ich wieder zu etwas Geld gekommen, zweitens haben die Stoffe ein neues Zuhause erhalten und drittens kann ich jetzt wieder Stoffneuheiten mir zulegen. AAAAAAAh – ein Teufelskreis!!!

 

 

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Es tat wirklich gut, etwas abzugeben. Und ich habe das Gefühl, dass ich nun den  Stoff-neuheiten etwas anders – bewußter – gegenüber stehe. Ich muss nicht alle haben. Ich brauche sie nicht „gleich“. Überzeugt mich das Design wirklich oder glaube ich nur, es gut vernähen zu können für meinen DaWandaShop (ja, ich habe ihn noch!)? Da habe ich wirklich gut für mich gelernt. Also so glaube ich jedenfalls, da ich etwas standhafter geworden bin.

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Aber Verhaltensänderungen brauchen Durchhaltevermögen, Reflexion und Zeit… und kleine Rückschritte Belohnungen in „Stoff-Form“ sind durchaus gestattet 😉 .

Ich freue mich, es nach langer, langer Zeit mal wieder zu RUMsen und bin gespannt, was es dort heut wieder zu entdecken gibt.

Ich wünsch euch was,

Peggy

SM: „Fanö“ ohne Unterteilung/ Farbenmix
Label: Dortex (Kunstleder)
Stoff: Kombi-Elephantenliebe II / Stoff&Liebe (ab Fr., 05.05.17 erhältlich)

 

 

 

Ist es „Suchtverhalten“, wenn…

man nach 12 Tagen der „Maschinen-Ruhe“ dem Nähen voll und ganz verfallen ist? Ich weiß nicht recht, denn im Urlaub (am Meer) habe ich die Näherei nicht wirklich vermisst. Gut vielleicht habe ich mal kurz darüber nachgedacht, ob es auf Rügen einen schönen Stoffladen gäben könnte … oder wenigstens in Stralsund…? Aber so richtig recherchiert danach, habe ich nicht.
(Dabei fällt mir ein, dass ich im Vorfeld meine Maschine wirklich mitnehmen wollte, wenn da nicht mein Mann das Auto packt. Er hat es auch so abgelehnt – also fügte ich mich willig.)

Jedenfalls habe ich mich dann seit Mitte letzter Woche dem Näh-Verlangen hingegeben. Stoffe gehören vernäht und nicht im Regal wochen-, monate- ja, sogar Jahrelang gelagert. Nein! Und damit ist ein „Möchtegern-Vorsatz“ angegriffen worden. Im positiven Sinne, versteht sich.

Im Stoff-Abbau-Rausch bin ich dem Schnitt „Herzkönigin mit Schalkapuze/ Kapuzenschal“ von FredvonSoho total verfallen. So ein toller Schnitt. Bequem, macht was her und lässt sich unfassbar vielseitig neu definieren.

Mein erster Streich war dieser hier:

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Verwendet habe ich dabei Sommersweat mit dem Design „Birds on a wire“ von bienvenido colorido. Dazu habe ich sattes Gelb und Petrol kombiniert, noch ein bisschen Wäschespitze und Paspelband und… FERTIG. Die Passform hat mich überzeugt, wobei diese doch etwas „weiter“ ist als die Teile, die ich in letzter Zeit so genäht habe (und hier nicht zeigte…).

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… und wenn was überzeugt, dann nähe ich es gleich nochmal. ZACK!!!:

herz-libelle-collKuscheliger Wintersweat in Petrol war hier unter der Nadel. Der Sweat selber ist noch relativ neu in meinem Bestand, aber der Motivstoff „Maribell“ – tja, das ist so ein „jahrelang-lagernd-Stoff“. Und dabei ist er so schön. Ich denke, er hat in dem Hoodie eine schöne Bleibe gefunden. Um Kontraste zu setzten habe ich mit Pink gearbeitet. Passt perfekt zusammen, wie ich meine.

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(Das Petrol wirkt hier recht grünstichig, was es „in echt“ gar nicht ist. Sorry…

Bei dem Modell habe ich die Langvariante genommen: soll heißen, dass ich den Schnitt um ca. 12cm verlängert habe. Für besten Komfort nähte ich seitlich ein paar Taschen ein, wo die Libellen erneut hervorblitzen. Ich mag das sehr.

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Und um es „komplett“ zu machen, zeige ich hier noch meine dritte Variante.
Wieder mit Wintersweat und herrlichem birch fabric Jersey (birdie spokes multi). Der Motivstoff lag noch vom vor-vor-letzten Stoffmarkt in gewissen Mengen hier. Irgendwie hatte ich noch keine richtige Idee für ihn. Er ist unglaublich weich und schön im Griff und doch wirkt er solo eher wie „Schlafanzug-Stoff“. Deshalb war ich mit ihm sehr sparsam umgegangen…

Damit der Stoff noch ein bisschen „Präsentierfläche“ bekommt habe ich noch ein paar kleine Eyecatcher aus ihm gemacht: schmaler Streifen am Ärmelbündchen, ein „Patch“ am Bund und beim Label habe ich ihn als „Grundstoff“ aufgegriffen. Ich mag diese Spielereien – sie geben dem Unikat eine zusätzliche besondere Note.

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3mal Herzkönigin … und ich und meine „Anneliese Schmidt“ mittendrin. Und wer A. Schmidt ist, könnt ihr auf den Detailfotos eventuell schon erahnen.

Ich wünsch euch was,

Peggy

Materialien:
Unistoffe von Stoff&Liebe (Pamuk Jersey + Pamuk Winter- und Sommersweat); Motivistoffe (noch) z.T. z.B. über DaWanda erhältlich
Paspeln, Schleifchen und Wäschespitze von namijda
Kunstleder-Label über https://www.dortex.de/

Alles, was die Seele braucht…

Zunächst möchte ich euch ein FROHES, GESUNDES und GLÜCKLICHES NEUES JAHR wünschen. Und da erst der fünfte Tag anno 2017 ist, möchte ich noch einmal den Blick auf das vorherige Jahr richten.

Viel war hier auf dem Blog nicht zu lesen – nur ab und zu ein Beitrag zu Genähtem, welches längst nicht alles festhält, was tatsächlich entstanden ist. Fakt ist, dass der Blog hier eher eine Nebenrolle spielt(e) bzw. ich auf FB aktiver auftrete. Nicht weil ich dieses „Tagebuch“ hier weniger mag – NEIN – es ist eher der Punkt, dass ich mir hierfür meist Zeit einplanen „muss“. Zeit, die mir irgendwoanders scheinbar dann fehlt. Auch gebe ich ehrlich zu, dass auf FB eine etwas höhere Ressonaz erfolgt – quasi unmittelbar und das macht vielleicht den Reiz aus (, dort mehr zu posten?).

Der Blog ist für mich tatsächlich etwas persönlicher – eben weil ich mich beim Schreiben mehr bemühe, das wider zu geben, was ich meine/ fühle/ denke. Eben PERSÖNLICHER. Auch wenn der Inhalt z.T. deckungsgleich mit den FB-Beiträgen ist.

Was ich aber eigentlich andeuten möchte ist, dass eines meiner wenigen Vorsätze für dieses Jahr lautet: regelmäßiges, zeitnahes Bloggen. Jetzt ist es also raus 😉

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Die letzten Tage 2016 verbrachten wir auf Rügen – Nähe Putbus. Das ist für uns aus Mittelfranken eine „halbe Weltreise“, die hinzu dennoch recht zügig funktioniert hatte. In knapp 7 Stunden haben wir die Insel erreicht. Ein kleines, denkmalgeschütztes Reethaus hatte seine Pforten für uns bis Anfang Januar geöffnet.

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Es war weihnachtlich hergerichtet, so dass es uns über die Weihnachtsfeiertage eine schöne Bleibe darstellte. Aber das eigentliche Ziel unserer „Sehnsüchte“ war nicht das Haus sondern das Meer. Zusammen mit meinen zwei Schwagern + meine Nichte, die am zweiten Weihnachtsfeiertag hinzugekommen sind, hatten wir auf Rügen eine tolle Zeit.

Auf einer Postkarte stand geschrieben: „Alles, was die Seele braucht, sind ein paar Tage am Meer.“ Dem ist absolut NICHTS hinzuzufügen.

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Auf Rügen muss man natürlich UNBEDINGT zum Königsstuhl – dem Kreidefelsen, den es bereits Caspar David Friedrich zu einem seiner bekanntesten Malerein inspirierte. Freilich sind wir auch dort hingepilgert. Ein stürmische Wanderung durch den Buchenwald führte uns zu auf die „Felsenspitze“ und dem dortigen Museum. Nett gemacht und durchaus empfehlenswert.
Aber: wir wollten direkt am Strand Steine, Donnerkeile und Bernstein sammeln bzw. suchen. Ein direkter Abstieg war dort leider nicht möglich, weswegen wir am Folgetag nach Lohme gefahren sind um dort Richtung Kreidefelsen zu wandern.

Es war der schönste Tag und die beste Entscheidung überhaupt. Okay, es war matschig, rutschig und manchmal sogar ein bisschen gefährlich – aber das war genau das Richtige. Gerade auch für meine Jungs, die nicht DIE Wanderburschen sind (, die ich mir manchmal wünschen würde). Der Wanderpfad ging etwas oberhalb an der Küste entlang. So war man ruckzuck wieder am Strand, wo wundervolle Fundstücke auf ihre Entdeckung warteten.
Ich war die erste, die mühsam einen Donnerkeil „er-f(w)ischte“. Ich war mächtig stolz und hab auch ziemlich angegeben damit 🙂
Das spornt natürlich an und so wurde sorgfältig in den Steinen und Felsen geschürft, bis nahezu jeder von uns SEIN Fundstück des Tages hatte – inkl. Bernstein-chen.

Wie gesagt, es war zwar eine anstrengende Tour – aber dafür so schön, dass die Kinder (!!!) in den kommenden Tagen nochmal um solch eine Wanderung gebeten haben. Hach, das tat meiner Mamaseele gut.

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Auf meinem „Urlaubs-Wunschzettel“ stand noch weit oben, die „Besichtigung“ eines Leuchtturmes. Am liebsten ja den von „Kap Arkona“, aber das war uns dann doch zu weit. Und so musste der von Sassnitz herhalten. Auch dort verbrachten wir nahezu den ganzen Tag am Strand bei herrlichstem Sonnenwetter.

Was mir an den alten „Badestädten“ so gut gefällt, ist die Architektur. Alte Villen gliedern sich aneinander und bilden kleine Gassen aus Kopfsteinpflaster. Da schwingt ein Hauch von Luxus vergangener Zeiten mit. Ein leckeres Stück Torte und einen herrlich frischen Kaffee runden den Eindruck dann perfekt ab.

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In Binz waren wir übrigens auch zweimal. Dort ist das „wahre Urlaubsleben“ zu erleben. Dicke Einkaufspassage am Strand, viele, viele Leute … im Grunde nicht unbedingt so meins. Ich mag es eher kleiner, gemütlicher – dennoch: der Strand ist wunderschön.

Silvester haben wir das Feuerwerk in Stralsund bewundert, haben dann mexikanisch dinniert und gespielt „Wer bin ich?“ bis kurz vor 24.00Uhr. Dann anstoßen und dann nahezu sofortiges Zubett gehen. Ich bin echt keine, die es so lange und länger aushält… es sei denn im Nähzimmer.
Letztendlich sind wir gut ins neue Jahr rüber gerutscht und ich bin gespannt, was es für mich/ uns bereit hält.

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Die Heimreise grenzte dann an eine Odysee mit schlechten Wetterverhältnissen, Stau und Sperrungen, so dass wir erst nach 9 Stunden Fahrt wieder mittelfränkischen Heimatboden unter den Füßen hatten. Dafür aber mit Schnee! Und der hält bis heute an.

Ich wünsch euch was,

Peggy

Die Sache mit der Vierzig #1

Ich formuliere mal den Beitrag mit Nummer, weil ich (jetzt!) denke, dass ich da mal weiter ausholen sollte. Über Sinnhaftigkeit des Lebens, was es mir bringt und wie ich zum Gesamtpaket stehe. Große Überlegungen eben, deren Erkenntnis mir scheinbar bekannt ist: ich habe alles an/ in/ um mir, um sowasvon glücklich zu sein.

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Und wegen der Überschrift: ja, ich bin jetzt im Club der Vierziger. Noch ganz frisch – quasi dem Nikolausstiefel entschlüpft. Da mein Geburtstag jahreszeitlich etwas ungünstig liegt, feier ich meinen Tag sehr selten groß und lang. Wir haben in unserer Wohnung einfach auch nicht den Platz um „zig“ Gäste „geballt“ einzuladen. Gut, man könnte es auf den Tag oder die Woche verteilt angehen, aber auch das ist mir zu stressig/ nervig.

Dieses mal sollte es aber kurzfristig doch etwas größer werden. Immerhin stehe ich in der Blüte meines Lebens (oder doch schon in der Mitte?). Und eines morgens – beim Zähneputzen – kam mir der Gedanke, im Garten zu feiern. Mit herrlich leckerem Glühwein (, dem allerletzten vor der Autobahn), Bratwurst „auf die Hand“ und Feuerstellen, Fackeln, kuscheligen Decken und ganz zauberhafter „Bar“- und Grilleckendeko. Weihnachtsmakt-Feeling – ja, so hab´ ich mir das vorgestellt.

Das Wetter war phantastisch für dieses Vorhaben: knackig kalt und mit dem Zauber des frostigen Raureifes überall. Und ich habe sovielen im Ort und auf meiner Arbeit Bescheid gegeben, dass sie gerne kommen können und doch waren es auserlesene Freunde und Gäste. Menschen, die mir wichtig sind, dir mir etwas bedeuten, mit denen ich in irgendeiner Form eine tiefere Bindung habe.

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Auch wenn meine Eltern und mein Bruder, sowie die „Schwiegerseite“ nicht anwesend waren – auf Grund von räumlicher Distanz und „mitten unter der Woche – so kurzfristig“ – so war es für mich ein ganz, ganz großartiger Geburtstag. Ich behaupte sogar: der bisher schönste. Denn alle sind gekommen oder haben an mich gedacht…
In unserem gemütlichen Garten war es so voll, dass ich den 50 Statisten fürs „Weihnachtsmakt-Drängel-Feeling“ absagen konnte. YEAH!!!

Es gäbe noch so viel zu sagen… so tolle Überraschungen und unerwartete Lieblingsgäste, das es jetzt den Rahmen sprengen würde. Nur noch eins: Ich hab´ja so ein verdammtes Glück, das ich die Person bin, die ich bin …. sonst wären nicht so viele gekommen und die Huldigungen weitaus weniger gewesen.

Und die Vierzig macht mir mal so gar nichts.

Liebe Grüße
Peggy

Stoffe: „Herbststurm“ + „Kombi“ (?)  – beides von Lillestoff
Schnitt: obenrum = Fanö/ Farbenmix; untenrum = Jessy / meiner

 

Ma-ma-Ma-ma-Ma-maLoo

Der Titel unsterstützt den heutigen Beitrag akustisch, wobei man schon selbstständig „singen“ sollte. „Mama Loo“ von den Les Humphries Singers – 1973 … falls man beim Lesen nicht gleich draufkommt und/ oder wenn man es darauf anlegt, sich selbst einen Ohrwurm ins Gedächtnis zu pflanzen.

Ich zeige euch heute, jetzt und hier einen kuscheligen Longhoodie aus dem Hause Ki-ba-doo – namentlich „MALou“. Eines meiner Liebling-Schnittmuster, denn der passt, sitzt bequem und sieht dazu nahezu elegant aus. Mich begeistert ebenso die Vielseitigkeit: er kann mit und ohne „Unterteilung“ genäht werden. Das gleiche git für Taschen, wenn man möchte auch in gekürzter Form als „normaler“ Hoodie.

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Für meine Variante habe ich mich für eher „schlicht“ und „long“ entschieden. Kuscheliger Wintersweat in melierter Ausführung in Kombination mit wunderbaren Lillestoff. Das Design von enemenemeins gefällt mir wirlich sehr gut und er passt farblich perfekt dazu ohne aufdringlich zu sein. Ich habe ihn als Kapuzeninneres und für die schmalen Streifen beim Übergang zu den Bündchen verwendet. (Und schon länger her: BronteShirt + Shelly in kurz – so kann ich das ganze Jahr in diesem Stoff leben.)
Das Design kommt somit nochmal zur Geltung, auch wenn ein Frontdruck bzw. eine Stickerei sicherlich den Hoodie „die Krone aufsetzen“ würde. Naja, ich hab weder Stick-maschine noch Plotter.

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An der Kapuze habe ich mit Baumwollspitze in der Farbe des Uni-Sweats gespielt und dazu noch ein kleines Schleifchen angebracht. Mehr „Mädchen“ möchte ich nicht und es reicht auch völlig und ganz, oder?

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Die Fotos sind mal wieder in der Werkstatt meines Mannes entstanden, wo allerlei „altes Zeug“ rumsteht. Es ist immer wieder etwas Besonderes zwischen den antiken und neu verarbeiteten Werkstücken meines Mannes zu fotographieren… Dazu vielleicht ein anders Mal mehr.

Liebe Grüße
Peggy

Stoffe: Swafing-Sweat; Lillestoff-Jersey
Wäschespitze und Schleifchen: Namijda
SM: MALou/ Ki-ba-doo